Professor Dr. Dr. Christian Kasperk

Meine gesamte klinische Tätigkeit ist geprägt von dem intensiven täglichen, kollegialen Austausch mit Kollegen aus allen internistischen Schwerpunktbereichen.

 

Zusammen mit den über fünf Jahre wahrgenommenen konsiliarischen Aufgaben bei der Betreuung von Patienten aus allen chirurgischen Fächern gelangte ich zu einer Auffassung, wie das Teilgebiet Endokrinologie mit allen seinen Facetten integriert in einer interdisziplinären Medizinischen Klinik fruchtbringend erhalten und weiterentwickelt werden kann.
 

Kontakt aufnehmenLebenslauf

Nationales und Internationales Renomee

Die nationale Anerkennung meiner klinischen und wissenschaftlichen Arbeiten auf den Gebieten der Endokrinologie und Osteologie führten zur Wahl zum Sprecher der Sektion Calcium-Regulierende-Hormone-und-Knochenstoffwechsel (CRHUKS) der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie. 

 
Die internationale Anerkennung meiner Forschungsarbeit auf osteologischem Gebiet  führte in Europa zur Wahl zum Mitglied des Peer Review Programmes der Europäischen Kommission, Life Sciences „Degenerative Diseases“ und in den USA zur Wahl zum Chairman des NASA Bone Biology Peer Review Panels, welches sich jährlich in Washington, DC zur Auswahl von Forschungsprojekten auf der Internationalen Raumstation ISS trifft. Im Rahmen der Vorbereitungen für einen bemannten Marsflug bin ich ständiges Mitglied in der Beraterkommission von NASA und ESA zur Entwicklung des Programmes „Artificial Gravity“. Innerhalb dieses Programmes werden Gegenmaßnahmen entwickelt, um die schädlichen Folgen eines über 2-jährigen bemannten Marsfluges in der Schwerelosigkeit auf den Knochenstoffwechsel und auf das Herz-Kreislaufsystem zu minimieren.  

Wissenschaftliche Tätigkeit

Seit dem 1.04.2001 leite ich oberärztlich die Endokrinologische Ambulanz der Abteilung Innere Medizin I (Endokrinologie, Diabetologie und Stoffwechsel) und nehme seit dem 1.6.2001 auch die Funktion des Leitenden Oberarztes und des Stellvertreters des Ärztlichen Direktors (Prof. Dr. P. Nawroth) wahr.

FRAGESTELLUNG UND ROTER FADEN

Der Regulation des Aufbaus und des Erhaltes von Hartgeweben gilt mein besonderes Interesse. Mit histologischen, zell- und molekularbiologischen Methoden untersuchen wir in meiner Arbeitsgruppe, wie der Organismus Knochengewebsbildung reguliert und insbesondere wie wird der permanente Umbau des Skelettsystems in der Interaktion mit mesenchymalen Geweben reguliert, ohne daß die mechanische Festigkeit darunter leidet. Der rote Faden, der sich seit meinen Promotionen durch meine Forschungstätigkeit zieht, ist die Frage, nach der Regelung und Stimulierung des  Knochenanbaus und welche Interaktionen mit mesenchymalen Geweben eine Rolle bei der Hartgewebsbildung spielen. Durch diese Arbeiten entdeckten wir eine Reihe von Phänomenen, die Erklärungsansätze für pathophysiologische Gemeinsamkeiten von Osteoporose und Arteriosklerose und für den Knochenschmerz bieten. Die Aufklärung der Mechanismen dieser Beobachtungen sind der Inhalt der aktuell beantragten DFG-Projekte.  

Perspektiven

Die demographische Entwicklung in Deutschland erfordert die Beschäftigung mit altersassoziierten Problemen, wobei bereits jetzt 6 Millionen Frauen und Männer von der Osteoporose betroffen sind. Wesentliche Ursachen für die Osteoporose sind endokrine und neurologische Funktionsstörungen, Malassimilationssyndrome und hämato-onkologische Erkrankungen. Die Osteoporose bedeutet nicht nur eine Einschränkung der Lebensqualität, sondern die osteoporotische Knochenfestigkeitsminderung und auch die Zahl von osteoporotischen Wirbelkörperfrakturen korreliert mit einer zunehmenden kardiovaskulären Mortalität. Dieser Zusammenhang stellt die große Bedeutung der Erforschung von Zusammenhängen zwischen den größten Volkskrankheiten klar heraus; Störungen des Fettstoffwechsels (Arteriosklerose), des Knochenstoffwechsels (Osteoporose) und des Zuckerstoffwechsels (Diabetes mellitus) und deren Folgen (kardiovaskuläre Mortalität, Osteoporose bedingte eingeschränkte Mobilität und Lebensqualität, diabetische Spätschäden wie Angio-, Neuro- und Retinopathien) sind die großen medizinischen Herausforderungen des begonnenen 21. Jahrhunderts.

Kooperationsfähigkeit

Durch die pathophysiologischen Zusammenhänge zwischen Fett-, Zucker- und Knochenstoffwechselstörungen besteht die Notwendigkeit der intensiven interdisziplinären Zusammenarbeit insbesondere mit der Kardiologie, Gastroenterologie, Nephrologie, Orthopädie, Unfallchirurgie, Gefäßchirurgie und Rheumatologie. Die Etablierung einer interdisziplinären Sektion Osteologie zwischen der Medizinischen Klinik und chirurgischen Fächern war nur möglich durch die Einrichtung einer transparenten, gemeinsamen ambulanten und stationären Patientenbetreuung und -führung, die den Patienten und der Gesamtklinik zu Gute kommt und neue Fortbildungschancen für die Kollegen aller beteiligten Abteilungen eröffnete.  

Mitglied folgender Fachgesellschaften

Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin

Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie

Deutsche Gesellschaft für Diabetologie

Deutsche Gesellschaft für Osteologie

Deutsche Gesellschaft für Zellbiologie

Deutsche Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin

European Calcified Tissue Society

International Bone and Mineral Society

The Endocrine Society (USA)

American Society for Bone and Mineral Research

Tätigkeit in internationalen Expertenkommissionen

Mitglied des European Commission Peer Review Program „Quality of Life and Management of Living Resources“, Life Sciences II, Brüssel

Mitglied der Life Sciences Working Group der ESA, Paris

Chairman des NASA Bone Biology Peer Review Panel, Washington D.C. seit 2003, zuvor Member des NASA Bone Biology Panel seit 1997

Lebenslauf und Weiterbildungen

Synoptischer Lebenslauf

von Prof. Dr.med. Dr.med.dent. Dr.h.c. Christian Kasperk

Ausführlicher Lebenslauf

von Prof. Dr.med. Dr.med.dent. Dr.h.c. Christian Kasperk

Fachkunden und Weiterbildungen

Qualifikationen, Approbationen,…